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Ratgeber Rasensand: Rasen richtig sanden – so geht das!

Ratgeber Rasensand: Rasen richtig sanden - so geht das!

Rasensand: Tipps und Tricks für einen gesunden Rasen. Ein jeder Gartenbesitzer freut sich über einen schönen Rasen. Das Auge labt sich an dem frischen Grün, Kinder und Haustiere tollen auf dem ebenso robusten wie sauberen Untergrund und der eine oder andere Nachbarn wirft einen anerkennenden Blick auf die makellose Grünfläche

Kurzum, ohne Rasen kein richtiger Garten, zumal er sich zudem zu Picknick und Sport eignet. Mit den Englischen Landschaftsgärten sind Rasenflächen auch zum Mittelpunkt der Gartengestaltung geworden. Ursächlich beginnt die Liebe von Menschen und Rasen jedoch bereits wesentlich früher.

Ratgeber Rasensand: Den Rasen richtig sanden

Überlieferungen aus der Antike beschreiben bereits Gärten und Rasenflächen. Die alten Griechen und auch die stolzen Römer konnten dem Thema Gartengestaltung viel abgewinnen. Das somit schon früh erlangte Wissen überdauerte die Zeit in Form von Klostergärten und erreichte unbeschadet das Mittelalter. Von dort an ging es steil bergauf mit dem satten Grün.

Der deutsche Gelehrte Albertus Magnus erläutert in seinem Werk „De vegetabilibus“ folglich auch die Anlage eines Zier- und Kräutergartens für Klöster. Dabei handelte es sich um Rasenflächen, die nicht wirtschaftlich genutzt wurden, sondern der Entspannung und dem Gebet dienten. Im Umfeld der Städte wurden außerdem Wiesenflächen für Spaziergänge, Wettkämpfe und Feste angelegt.

Mensch und Rasen – eine uralte Liebesgeschichte

Das Mittelalter kann somit als Keimzelle für die moderne Rasenkultur angesehen werden. Ab dem 15. und 16. Jahrhundert wurde in Europa ein spezielles Rasensaatgut hergestellt, wobei das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) eine entscheidende Bedeutung spielte. Vorbildlich gepflegter und sattgrüner Rasen wird oft mit England in Verbindung gebracht.

Wer kennt ihn nicht, den „englischen Rasen“? Bereits ab dem 18. Jahrhundert begann der Siegeszug der englischen Landschaftsgärten, als die Briten in Kontakt mit den Japanern und Chinesen kamen. Statt der strikten niederländischen und französischen Vorgehensweise wurden nun möglichst naturgetreue und auf die Umwelt abgestimmte Gärten angelegt. Eine Entwicklung, die bis heute anhält.

Vertikutieren Lüften und dann natürlich sanden

Nach all dem Rasen stellt sich nun sicherlich die Frage, was Sand mit dem stets frischen Grün am Hut hat. Eine ganze Menge! Nach dem obligatorischen Vertikutieren folgt das Lüften und dann das Sanden. Beim Vertikutieren wird die oberste Bodenschicht minimal aufgeraut, um derart Filzschichten zu entfernen.

Luft und Regenwasser können so besser in den Boden eindringen. Auch wird durch das Vertikutieren unerwünschtes Moos beseitigt. Beim Lüften dringen verschiedene sogenannte Aerifizierungsgeräte noch etwas tiefer in den Boden ein und optimieren die Luft- und Wassertransport im Oberboden. Das Sanden ergänzt diese beiden Maßnahmen.

Rasen sanden als Kür des Pflegeprogramms

Das Sanden des Rasens ist somit quasi die Kür nach Vertikutieren und Lüften. Sand ist gröber als Lehm und bewirkt im Boden eine optimale Struktur für Luft- und Wasserbewegungen. Bei lehmigen Böden ist das Sanden daher unerlässlich. Wasser kann von gesandeten Rasenflächen besser abfließen.

Ein funktionierender Luft- und Wassertransport ist eine wichtige Bedingungen für einen schönen Rasen. Staut sich Wasser im Oberboden, werden vor allem Moos, Flechten und Unkräuter gefördert, Gräser hingegen geschwächt. Der richtige Zeitpunkt zum Sanden von Rasen ist das Frühjahr nach dem Vertikutieren und Lüften des Bodens. Bei stark lehmhaltigen Böden kann der Vorgang im Herbst wiederholt werden.

Quarzsand – der beste Sand für den Rasen

Der beste Sand zum Rasen sanden ist Quarzsand mit einer Korngröße von 0,06 bis 2 mm. Bei leicht sandigen Böden werden 3 Liter Sand auf einen Quadratmeter aufgebracht. Bei stark lehmigen Böden sind es 6 Liter pro Quadratmeter. Sand kann durch die Zugabe von Dünger angereichert werden, was einen Wachstumsschub zur Folge haben kann. Dabei sollte ausschließlich spezieller Rasendünger zum Einsatz kommen.

Rasensand sollte allerdings niemals mit Saatgut gemischt werden. Der verteilte Sand hält Wasser sehr schlecht, wodurch die nachgesäten Samen eingehen könnten. Das eigentliche Sanden geht einfach: Die für den Bodentyp passende Menge wird auf einen Quadratmeter Rasenfläche gegeben und dann mit dem Rücken eines Rechens verteilt. Alternativ kann auch eine Besen mit harten Borsten zum Einsatz kommen.

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