Ratgeber: Mit Sand zu einem gesunden Rasen

Rasen

Rasen und Sand, das mag auf den ersten Blick nicht wirklich zusammenpassen. Doch weit gefehlt, mit dem richtigen Sand wird jeder Rasen zu einem prachtvollen Grün. Ein Blick in die Regale von Gartencentern öffnet förmlich die Augen: Sand, wohin man auch schaut. Anfängern in Sachen Garten drängt sich der Eindruck auf, als wäre Sand eine Art Dünger für den Rasen.

Dem ist natürlich nicht so, und doch, Sand spielt eine wichtige Rolle für einen gesunden Rasen. Dabei kommt es natürlich auf den richtigen Sand an und das muss nicht immer der sein, der in Baumärkten und Gartencentern für teures Geld verkauft wird.

Mt Sand zu einem gesunden Rasen

Viele stellen sich einen Rasen als ein sattes Grün vor, dass auf humusreicher und somit tiefschwarzer ruht und dessen Wurzeln sich tief in die leckere Grundlage eingraben. Muttererde und Rasen, das scheint die richtige Kombination zu sein. Immerhin leben in der wertvollen Erde wichtige Mikroorganismen und sorgen dafür, dass der Rasen stets mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Gute Erde ist zudem dafür bekannt, Wasser lange speichern und wieder abgeben zu können. Gartenbesitzer wissen aber auch, dass dem Rasen im Sommer mit einer ordentlichen Portion Wasser zur Hilfe geeilt werden muss. Bleibt das feuchte Nass aus, verwandelt sich das grüne Kleinod im Handumdrehen zu wenig erfreulichem Stroh.

Rasensand verleiht dem Grün ein Plus an Gesundheit

Rasensand kann helfen – und das auch im Sommer. Bei dem Material handelt es sich zumeist um hochfeinen, gewaschenen Quarzsand. Die feine Körnung liegt bei 0,1 bis 2 mm. Damit ist der Sand ideal dazu geeignet, eine starke Verdichtung des Bodens, der Muttererde, zu verhindern. Ist der Untergrund zu dicht, führt das unweigerlich zu Staunässe.

Das Wasser kann sich nicht gleichmäßig verteilen, auch ein Abfließen ist nicht mehr möglich. Als Ergebnis wird der Boden dauerhaft feucht, die Rasenwurzeln beginnen zu verrotten. Der Rasen stirbt teilweise ab, was eine unschöne Fleckenbildung nach sich zieht.

Guter Sand verringert Verdichtung des Bodens

Eine Verdichtung des Rasens sollte also unbedingt vermieden werden. Neben dem Aerifizieren ist das Sanden des Rasens eine bewährte Methode. Die Wirkung des Besandens kann mit der einer Drainage verglichen werden. Der Sand mischt sich aufgrund seiner extrem feinen Struktur mit der Muttererde und lockert diese auf.

Dabei trennen sie Sandkörner den Boden auf natürlich Art und machen sie lockerer. Staunässe wird vermieden, die Wurzeln können atmen. Um dieses Ergebnis zu erzielen, ist allerdings eine Menge Sand notwendig. Gartenfachleute empfehlen 15 Kilo Rasensand pro fünf Quadratmeter Sand.

Besanden: Vorbereitung und optimaler Zeitpunkt

Wie so viele wichtige Arbeiten sollte auch das Sanden des Rasens sorgfältig vorbereitet werden. Dazu gilt es zunächst, den Rasen zu mähen. Ist der Rasen verfilzt, sollte er vertikutiert und der Filz anschließend gründlich entfernt werden. Anschließend kann der Sand ausgebracht werden.

Dazu eignet sich ein Streuwagen am besten, wer will, kann den Sand aber auch per Hand verteilen. Wichtig ist eine möglichst gleichmäßige Ausbringung des Sandes. Der beste Zeitpunkt zum Sandes eines Rasens ist die Wachstumsperiode von März bis September. Wer im Frühjahr anfängt, kann sich mit etwas Engagement den ganzen Sommer über einen gesunden Rasen freuen.

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Rasen sanden – worauf geachtet werden sollte

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Das satte Grün im Garten ist Augenweide und Gesundbrunnen zugleich. Ein gepflegter Rasen braucht allerdings jede Menge Zuwendung. Ein regelmäßiger Schnitt ist Pflicht, das jährliche Vertikaleren ebenfalls und Profis setzen zudem auf das Sanden ihres Schmuckstücks. Sand kann die Bodendurchlüftung und Wasserdurchlässigkeit verbessern und forciert damit einen ebenso dichten wie gesunden Rasen. In diesem Ratgeber erklären wir daher, wie ein Rasen richtig gesandet wird und welche Werkzeuge dazu benötigt werden.

Rasen sanden – Tipps und Tricks

Sand im Rasen unterstützt die Belüftung der Wurzeln und verhindert Staunässe. Rasenkrankheiten wie Wurzelfäule kann so effektiv entgegengewirkt werden, zugleich wird die Nährstoffaufnahme erleichtert. Gerade bei dichten und fetten Böden ist Sanden daher sinnvoll. Die Sandung des Rasens will jedoch gut vorbereitet werden. Zuerst sollte dieser gemäht und anschließend vertikutiert werden. Dadurch werden Rasenfilz und Moos entfernt, wodurch das Einarbeiten des Sandes leichter von der Hand geht. Eventuell auf der Oberfläche liegende Grasreste sollten sorgfältig entfernt werden.

Aerifizieren hilft bei der Einarbeitung

Dann geht es an die Einarbeitung vieler kleiner Löcher in den Rasen. Dazu kann ein mechanischer oder automatischer Aerifizierer verwendet werden. Durch die Löcher kann der Sand leichter in tiefe Bodenschichten eindringen. Der beste Zeitpunkt für das Aerifizieren ist anhaltende trockene Witterung. Anschließend sollte der Rasen nicht mehr betreten werden, um die mühsam angefertigten Löcher nicht unbeabsichtigt wieder zu verschließen. Die Hauptwachstumsphase des Rasens ist dann der optimale Moment zum Sanden. Als Faustregel können die Monate April und Mai oder generell Temperaturen über 9 Grad Celsius genannt werden.

Kalkarmer Quarzsand ist die beste Wahl

Sand ist nicht gleich Sand, auch zum Sanden ist daher nicht jeder Sand geeignet. Bausand ist denkbar ungeeignet, kalkarmer Quarzsand mit einer Körnung von 0 bis 2 Millimeter die beste Wahl. Das Ausbringen des Sandes sollte nicht Pi mal Daumen erfolgen. Im Handel sind spezielle Streugeräte erhältlich, die diese Aufgabe wesentlich besser als ungenaue Schätzwerte erfüllen. Der Gartenfreund sollte es mit dem Sanden auch nicht übertreiben. Pro Quadratmeter Rasen wird in der Regel ein halber 5 Liter Eimer Sand verwendet.

Tipp: Sand plus Kompost oder Torf

Als grobe Vorgabe gilt, dass ein sandiger Boden weniger Sand als ein schwerer, fetter Boden benötigt. Nachdem der Sand ausgebracht wurde, wird dieser mit einem Rechen oder Besen vorsichtig in den Rasen eingearbeitet. Geheimtipp der Redaktion: Den Sand mit Kompost oder Torf mischen. Dadurch wird der Rasen beim Sanden gleichzeitig mit Dünger versorgt. Aufgrund der vorangegangenen Aerifizierung erreichen die organischen Substanzen derart optimal die Rasenwurzeln. Optional kann auch ein spezieller Rasenlangzeitdünger hinzugegeben werden.

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