Haben Sie Fragen zu Produkten? Rufen Sie uns an: 03533-604-0  7:30-16:00 Uhr

Ratgeber: Klares Wasser im Gartenteich

Ratgeber: Klares Wasser im Gartenteich

Damit das Wasser im Gartenteich dauerhaft sauber bleibt, sollte man schon bei der Anlage zwei wichtige Punkte berücksichtigen, die das Algen-Wachstum entscheidend beeinflussen können: Den Standort und die Größe des Gartenteichs. Deshalb sucht man einen Platz im Garten, an dem der Teich nach Möglichkeit nicht den ganzen Tag der vollen Sonne ausgesetzt ist.

Benachbarte Laubbäume sind als Schattenspender allerdings mit Vorsicht zu genießen, da sie viel Biomasse in das Gewässer eintragen können. Besser ist zum Beispiel eine Hauswand als Schattenspender oder ein höherer Baum, der weiter entfernt und nach Möglichkeit genau südlich oder südöstlich vom Teich steht, damit der vorherrschende Westwind das Laub nicht ins Gewässer weht.

Ratgeber für klares Wasser im Gartenteich

Was die Dimensionen des Gartenteichs betrifft, so gilt: je größer, desto besser. Je mehr Wasser der Gartenteich enthält, desto langsamer heizt er sich bei starker Sonneneinstrahlung auf – und hohe Temperaturen sind neben einem hohen Nährstoffgehalt der Hauptgrund für Algenwachstum.

Wenn die zur Verfügung stehende Fläche begrenzt ist, sollte man einfach nach unten ausweichen und den Teich entsprechend tiefer machen. Eine Tiefe von mindestens 120 Zentimetern ist eine gute Voraussetzung dafür, dass der Gartenteich langfristig im Gleichgewicht bleibt und nicht “umkippt” und nebenbei ist auch die Gefahr des Durchfrierens nahezu gebannt.

Die Herausforderung Nährstoffkreislauf

Funktioniert der Nährstoffkreislauf im Gartenteich nicht optimal, kündigen sich spätere Probleme, zum Beispiel eine sogenannte Algenblüte oder gar ein Fischsterben, meist schon vorab in den Wasserwerten an. Deshalb sollte man die wichtigsten Parameter regelmäßig überprüfen, damit man im Bedarfsfall reagieren kann, bevor es zu spät ist. Das gilt insbesondere für den pH-Wert und die Karbonathärte als Anhaltspunkt für gelöste Salze und Mineralien.

Bei Fischbesatz ist das Wasser zusätzlich auf die fischgiftigen Abbauprodukte Ammonium, Nitrit und Nitrat zu prüfen, um Fischverlusten vorzubeugen. Im Handel sind diverse Testsets erhältlich. Besonders einfach in der Anwendung sind Multiparameter-Teststreifen, die mehrere Werte auf einmal prüfen – so hat man die Wasserqualität umfassend im Blick. Falls erforderlich, gibt es im Fachhandel Pflegemittel zur Regulierung der entsprechenden Werte.

Algen sind Fluch und Segen zugleich

Grundsätzlich liefern Algen in Gewässern einen wichtigen ökologischen Beitrag. In Gartenteichen können sie jedoch leicht überhandnehmen. Verantwortlich dafür ist meist ein Nährstoffüberschuss, insbesondere Phosphat, das zum Beispiel durch Rasendünger oder Fischfutter eingetragen wird. Man kann zwei Sorten unterscheiden: Fadenalgen mit ihren teils meterlangen Strängen und Schwebealgen, die für eine grünliche Wassertrübung verantwortlich sind. Erstere werden ebenso wie Wasserlinsen konsequent mit dem Kescher abgefischt.

Schwebealgen lassen sich leicht und nachhaltig mit einem UVC-Vorklärer, der dem Wasserfilter vorgeschaltet wird, in Schach halten. Die UV-Lichtstrahlen bewirken ein Abtöten der Algen sowie schädlicher Bakterien und Keime. Die Geräte sind in den meisten modernen Filtersystemen schon enthalten, lassen sich aber auch nachträglich installieren. Ohne Filteranlage ist es speziell bei kleinen Teichen schwierig, das Wasser klar zu halten – insbesondere dann, wenn man darin auch noch Fische hält.

Pflanzkörbe im Flachwasserbereich

Durch die Auswahl passender Teichpflanzen schafft man eine natürliche Nährstoffkonkurrenz für Algen. Besonders Unterwasserpflanzen wie das Tausendblatt leisten hier gute Dienste. Im Flachwasserbereich entziehen Kalmus, Zyperngras, Tannenwedel und Zwerg-Rohrkolben viele Nährstoffe. Mit ihren Ausläufern erobern diese jedoch rasch große Flächen. Spezielle Pflanzkörbe verhindern das unerwünschte Wuchern und die damit verbundene schleichende Verlandung des Gewässers.

Für steilere Teichufer eignen sich Böschungsmatten und Pflanztaschen. Bei der Bepflanzung auf keinen Fall herkömmliche Blumenerde nutzen, sondern spezielle, nährstoffarme Teicherde! Stehen Pflanzen zu tief im Wasser, verkümmern sie und reichern das Wasser wiederum mit Biomasse an. Setzt man einzelne Pflanzen hingegen zu flach – zum Beispiel wüchsige Seerosen-Sorten – bilden diese oft sehr viel Blattmasse und kaum Blüten.

Weiter zur Startseite des Online-Shops



Beitrag teilen
  ,