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Qual der Wahl: Kiesgarten oder Steinwüste?

Ratgeber Gartenteich

Kiesgärten können eine pflegeleichte Alternative sein, doch nur, wenn bei der Planung und Anlage ein paar Punkte beachtet werden. Hier vier Praxis-Tipps , damit es auch klappt. Es gibt zwei Möglichkeiten Kies und Pflanzen zu kombinieren: Immer muss zunächst die Fläche gejätet, eingeebnet und dann mit einem robusten, UV-stabilen, wasserdurchlässigen Unkrautvlies abgedeckt werden.

Dieses Flies verhindert, dass sich Unkraut ausbreiten kann. Die Kanten müssen dabei etwas überlappen. Anschließend wird bei der ersten Variante das Gewebe an den gewünschten Stellen mit einem Messer kreuzförmig eingeschnitten, die Pflanze eingesetzt und zuletzt der Kies ausgebracht. Alternativ kann man die ganze Fläche zuerst mit Steinen befüllen und diese nur an den Pflanzstellen beiseiteschieben. Metall-Pins fixieren das Vlies, damit es sich nicht verschiebt.

Ratgeber für einen schönen Kiesgarten

Damit die Steine nicht auf Wanderschaft gehen oder sich verschiedene Farben und Körnungen durchmischen, sind klare Abgrenzungen wichtig, besonders, wenn das Kiesbeet direkt im Anschluss an eine Rasenfläche oder ein normales Beet liegt. Ein Band aus Pflastersteinen, in etwas Beton gesetzt, ist eine stabile und dauerhafte Einfassung. Etwas dezenter in der Optik sind Metallschienen, zum Beispiel aus Edelstahl, verzinktem Stahl oder dunklem Cortenstahl.

Diese sollten aber nicht betreten werden, da sie sich leicht verbiegen. Bei Böschungen ist es wichtig, dass die Trennkante Richtung Rasenfläche oder Gehweg etwas höher ist als die Steinfüllung, damit nichts abrutscht. Steile Hänge unterteilt man besser in mehrere waagerechte Ebenen, zum Beispiel durch niedrige Mauern oder Stellkanten. Große Flächen wirken dadurch auch lebendiger.

Anlegen eines richtigen Kiesgartens

„Echte“ Kiesgärten beschränken sich aber nicht nur auf die etwa fünf bis acht Zentimeter dicke Lage feiner Steinchen über dem Unkrautvlies, die Temperaturschwankungen ausgleicht und Verdunstung verringert: Zusätzlich wird auch der darunterliegende Mutterboden etwa spatentief mit Kies oder Schotter durchmischt, damit die für Kiesgärten typischen trockenheitsliebenden Pflanzen ideale Bedingungen vorfinden. Für reine Deko-Zwecke wird die Steinschicht nur über dem Vlies ausgebracht. Keimendes Unkraut wird jedoch in erster Linie durch das Vlies unterdrückt.

Die Fläche dauerhaft sauber zu halten, wird eine echte Herausforderung. Laub und andere Pflanzenreste müssen regelmäßig mit einem Rechen oder Laubbläser entfernt werden, damit sie sich nicht zersetzen und feinen Humus im Kies bilden, der ein idealer Nährboden für angeflogene Unkrautsamen wäre. Ein übergespanntes Netz im Herbst kann diese Arbeit erleichtern. Die beste Vorbeugung gegen vermooste Steine ist eine sonnige Lage.



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