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Gartenteich: Wasserparadies vor der eigenen Haustür

Gartenteich: Wasserparadies vor der eigenen Haustür

Wer sich von Wasser magisch angezogen fühlt und stundenlang zuschauen kann, wie es da kreucht und fleucht, der braucht einen Gartenteich! Es ist ganz einfach: Loch in die Erde, abdichten, Wasser rein, ein paar Pflanzen dazu und dann ein etwas Geduld haben. Naja, fast…

Bevor es mit dem Spaten in der Hand losgeht, sollte man doch einen prüfenden Blick in den Garten werfen. Der Standort für das künftige Feuchtbiotop will bedacht werden. Möglichst eben sollte das Grundstück dort sein, auf jeden Fall sonnig, idealerweise mit einigen Schattenstunden täglich.Und die Gartenumgebung sollte passen – oder passend gemacht werden. Ein Steingarten direkt am Teich hat gewiss seine Reize, aber bitte nicht rundherum.

Ein Gartenteich ist halb verschenkt, wenn er an der Wasserkante abrupt aufhört. Wie in der großen Natur außerhalb des Gartenzauns bietet sich im Anschluss zum Beispiel eine vom regenbedingten Teichüberlauf gespeiste Sumpfzone an, eine kleine Feuchtwiese mit Schachbrettblumen und in einem großen Garten auch ein Weiden- oder Faulbaumgebüsch.

Auch Teichform und -tiefe sollte man vorab festlegen. Für eine hohe Vielfalt von Kleinlebensräumen sollte der Teich über drei unterschiedlich tiefe Zonen verfügen. In der Mitte eine Tiefe von einem Meter oder auch noch tiefer; dort gedeihen Seerosen und überwintern – wenn es denn sein soll – die Fische. Die nächste Zone hat eine Wassertiefe von 20 bis 50 Zentimetern, die dritte schließlich leitet über zum Ufer. Die Böschungen und Übergänge sollten möglich sanft sein, höchstens jedoch 1:2, also 50 Prozent Steigung, sonst wird sich dort keine Erde halten.

Nahe liegendes, weil natürliches Material zur Teichabdichtung ist Ton. Dem anhaltenden Teichboom sei Dank bieten Spezialunternehmen eigens vorgeformte Tonelemente an, die miteinander verzahnt und Lage für Lage verstampft werden. Damit es nicht zu Setzrissen kommt oder Wurzeln durchdringen, sollte die Tonschicht mindestens 30 Zentimeter messen. Mit Beton reicht dagegen bereits eine Dicke von 20 Zentimetern. Ein guter Betonteich hält praktisch ewig. Etwas Übung in der Verarbeitung und mit den zur Stabilisierung nötigen Baustahlmatten sollte man beim Betonteich Marke Eigenbau allerdings mitbringen.

Vergleichsweise kinderleicht ist der Einbau eines Fertigteichs aus Hartkunststoff. Die Teichgrube muss den Maßen der Kunststoffschale genau angepasst sein, seitlich werden Zwischenräume einfach mit Erde und Sand ausgefüllt und eingeschlämmt. Fertigteiche gibt es in vielen Größen, wobei eine Oberfläche von 15 Quadratmetern und ein Meter Tiefe mit mehreren tausend Euro zu Buche schlägt. Für kleine Teiche sind die Fertigschalen aber eine gute Wahl

Am weitesten verbreitet schließlich sind Folienteiche, in den Anfangsjahren ausschließlich aus PVC, inzwischen auch aus umweltfreundlicherem und weichmacherfreien Polyehtylen sowie anderen Kunststoffen. Für die Folie spricht die gute Formbarkeit und der moderate Preis. Je nach Dicke – ein Millimeter ist Minimum – kostet die schwarze oder grüne PVC-Folie von der Rolle vier bis zehn Euro je Quadratmeter. Vorgeschweißte Standardmaße sind ähnlich günstig zu haben, für Maßanfertigungen berechnen die Hersteller um die zwei Euro je Quadratmeter zusätzlich.

Wer selbst schweißen möchte, kann das mit einem Kaltschweißmittel; die Dose zu 15 Euro reicht für rund 40 Meter Naht. Dazu kommt bei leicht steinigem Untergrund oder drohenden Baumwurzeln noch ein Schutzvlies zu zwei Euro je Quadratmeter. Für alle, die sich leicht mal verrechnen, bieten im Internet viele Anbieter “Teichplaner” an, bei denen man alle Größenwünsche eingibt und die dann den Materialbedarf und die Kosten ausspucken.

Polyethylenfolien bewegen sich ungefähr in der PVC-Preisklasse, während die unter diversen Handelsnamen laufenden, neu entwickelten Polyolefine mit 15 bis 20 Euro je Quadratmeter zu bezahlen sind. Die Hersteller geben darauf 25 Jahre Garantie. Eine ordentlich verlegte PVC-Folie hält ebenso lange, allerdings liegt sie nach einigen Jahren durch das Austreten der Weichmacher unflexibel fast wie ein Brett und es treten dann bei Beanspruchung leichter Knickrisse und Löcher auf.

Ist der neue Teich ausgehoben, die Folie verlegt oder der Fertigteich eingesenkt, möchte auch der geduldigste Teichbesitzer der Natur etwas auf die Sprünge helfen: Teichpflanzen müssen her. Spätestens hier kommt wieder der liebe Nachbar Alt-Teichbesitzer ins Spiel – wenn er nicht ohnehin die ganze Zeit schon mit Rat und Tat hilfreich zur Seite gestanden hat.

Pflanzen ganz allgemein haben ja die für manche Menschen überraschende Eigenschaft, zu wachsen und sich zu vermehren. Tiere natürlich auch, man denke an die vielen ausgesetzten Schmuckschildkröten. Teichpflanzen machen da keine Ausnahme, im Gegenteil: Die meisten wuchern wie die Pest. In der Natur würde ein Gewässer von Gartenteichgröße innerhalb weniger Jahre zuwachsen und verlanden.

Der Nachbar wird deshalb begeistert sein über das Interesse an seinem Teich – ein unerschöpfliches Gesprächsthema – und dem Neu-Teichbesitzer Hornblatt, Wasserlinsen, Seekannen, Binsen und Rohrkolben mit vollen Händen und kostenlos über den Gartenzaun reichen. Wer braucht da noch ein Gartencenter? Gibt es in der Nachbarschaft keine Teichfreunde, findet man übrigens auch im Internet Pflanzenbörsen, Gartenteich-Tagebücher und Foren zum Erfahrungsaustausch.

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